Lohnsteuer

Die Lohnsteuer ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer bei Lohn- und Gehaltsempfängern. Arbeitgeber ziehen diese direkt vom Bruttoverdienst des Arbeitnehmers ab und überweisen sie an das zuständige Finanzamt.

Lohnsteuer: Die „Arbeitnehmer Einkommensteuer“

Arbeitnehmer – Du bist Arbeitnehmer, angestellt in einem Unternehmen? Dann brauchst Du Dich nicht mit der Frage der Einkommenssteuer zu beschäftigen. Dein Arbeitgeber hält Deine Einkommensteuer automatisch als Lohnsteuer von Deinem Bruttolohn (Gehalt) ein und überweist diese in Deinem Namen an das Finanzamt überweisen.

Dein Arbeitgeber überweist mit der Lohnsteuer auch den Solidaritätszuschlag und falls Du Mitglied einer Religionsgemeinschaft bist, auch die Kirchensteuer. Deine Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung wird ebenfalls direkt von Deinem Lohn abgezogen und vom Arbeitgeber an das Finanzamt gezahlt.

Jedes in Deutschland erzielte Erwerbseinkommen ist in folgenden Bereichen sozialversicherungspflichtig:

  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Pflegeversicherung für Invalidität und Alter
  • Arbeitslosenversicherung

Wie viel Dein Arbeitgeber auf Dein Konto überweist und wie hoch Dein Nettogehalt monatlich ist, kannst Du Deiner Lohn- oder Gehaltsabrechnung entnehmen.

Abgabepflicht bei sonstigen Einkünften und Steuerklassen

Sobald Du als Arbeitnehmer, neben Deinem eigentlichen Gehalt, weitere Einkünfte hast oder Dein Arbeitgeber einen Lohnsteuerjahresausgleich macht, bist Du zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Es gibt auch ein paar konkrete Fälle, die Dich zur Abgabe verpflichten, wie die Kombination der Steuerklassen III und V (3 und 5) gewählt haben oder Entschädigungen (z.B. Krankenversicherungszahlungen, Arbeitslosengeld oder Kindergeld ) von mehr als 410 Euro erhalten haben. Lies hier mehr zu den einzelnen Steuerklassen.

Grundfreibetrag und Kinderfreibetrag

Bevor Steuern anfallen, hast Du einen Grundfreibetrag, wie jeder Bürger (egal ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer). Denn, in Deutschland unterliegt der Verdienst einer jeden Person dem Basis-Steuerfreibetrag. Bis zu diesem Betrag ist Dein zu versteuerndes Einkommen nicht steuerpflichtig. Im Jahr 2020 liegt der Grundfreibetrag 9.408 Euro, wenn Du unverheiratet bist und nicht in einer Lebenspartnerschaft lebst. Für verheiratete oder in einer zivilen Lebenspartnerschaft lebende Paare, liegt dieser Grundfreibetrag doppelt so hoch, bei 18.816 Euro. Nachzulesen im Artikel: Steuererklärung.

Grundfreibetrag 9.408 Euro / Person
Personen (2) in Ehe / Lebenspartnerschaft: 18.816 Euro

Der Kinderfreibetrag ‎(einschließlich dem Betreuungsfreibetrag) steigt von 7.428 Euro (2018) auf 7.620 Euro (2019) sowie auf 7.812 Euro (2020). Gleichzeitig wird das Kindergeld ab dem 1. Juli 2019 jeweils um 10 Euro monatlich je Kind angehoben. Zum Ausgleich der „kalten Progression“ werden die Tarifeckwerte bei der Einkommensteuer um die geschätzte Inflationsrate des Jahres 2019 (1,84 Prozent) und 2020 (1,95 Prozent) nach rechts verschoben.

Kinderfreibetrag 7.812 Euro / Kind

Quelle: „Grundfreibetrag: Anhebung für 2019 und 2020“, IHK München

Steuerabzüge durch Aufwendungen

Nach den Grundfreibeträgen, die Dir zustehen, erlaubt das deutsche Steuersystem eine relativ große Vielfalt von zusätzlichen Abzügen, die Deine Steuerschuld verringern können. Du kannst auch Steuergutschriften wie zum Beispiel Kindergeld geltend machen. Steuerabzüge sind für die folgenden Arten von Aufwendungen möglich:

  • Arbeitsausgaben (sofern sie nicht bereits von Deinem Arbeitgeber erstattet werden)
  • Hypothekenzinszahlungen (nur bei Kauf-zu-Vermietungs-Hypotheken)
  • Umzugskosten
  • Unterhaltszahlungen an geschiedene oder getrennt lebende Partner
  • Kosten der Kinderbetreuung
  • Ausgaben für Bildung oder Schulbildung
  • Sozialversicherungsbeiträge
  • Wohltätige Spenden an deutsche Wohltätigkeitsorganisationen
  • Kirchensteuer

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