Passiver Rechnungsabgrenzungsposten (PRAG)

Das wirtschaftliche Jahr eines Unternehmens und das Kalenderjahr laufen nicht immer parallel zueinander ab. Das hängt davon ab, wann das Unternehmen gegründet wurde. Wenn ein Unternehmen im September gegründet wird, läuft das Kalenderjahr nicht gleich zu dem Wirtschaftsjahr. Buchungen müssen jedoch immer periodengerecht verlaufen. Es dürfen also nach Gesetz (§ 250 HGB) nur Aufwendungen und Erträge berücksichtigt werden, die der Periode zuordenbar sind. Um die Aufwendungen und Erträge richtig zuzuordnen gibt es die Rechnungsabgrenzungen.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten: Definition

Begriff aus der Buchführung, der sich auf Bilanzen bezieht. Er bezeichnet erhaltene Zahlungen, für die ein Unternehmen erst in der nächsten Periode eine Leistung erbringt. Das können beispielsweise Mieten, Provisionen oder Zinsen sein.

Leicht erklärt:

  • Erhaltene Zahlungen, dessen Leistung erst in der nächsten Periode erfolgt
  • Rechnungsabgrenzungen sorgen für die richtige Zuordnung der Rechnungsperiode
  • Erfolg kann zeitlich zugeordnet werden
  • Man unterscheidet zwischen aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten

Beispiel zum passiven Rechnungsabgrenzungsposten

Ein Unternehmen vermietet an einen Mieter ein Büro. Der zahlt die Miete für Januar 2019 bereits am 28. Dezember 2018. Da das Geschäftsjahr des Unternehmens am 31. Dezember 2018 endet und die Buchung in diesem Jahr durchgeführt wurde, muss sie in der Bilanz erscheinen. Die erhaltene Mietzahlung wird als passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebucht.

Quelle: https://wikipedia.org/wiki/Rechnungsabgrenzung

Buchen von Rechnungsabgrenzungsposten

Gebucht werden die Rechnungsabgrenzungsposten über die dementsprechenden Konten.

  • Finanzkonto an Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
  • Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten an Finanzkonto

Aufgelöst werden die Konten der Rechnungsabgrenzungsposten am Anfang des Jahres nach der Kontoeröffnung oder zu dem Zeitpunkt der wirtschaftlich geltenden Einnahmen oder Ausgaben.

  • Aufwandskonto an Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
  • Passiver Rechnungsabgrenzungsposten an Ertragskonto

Grenze der Rechnungsabgrenzungsposten

Bei geringer Bedeutung kann auf Rechnungsabgrenzungsposten verzichtet werden. Eine geringe Bedeutung meint hiermit, wenn der Rechnungsabgrenzungsposten nicht die GWG-Grenze überschreitet. Die GWG-Grenze steigt von 410 Euro auf 800 Euro netto.

Umsatzsteuer bei der passiven Rechnungsabgrenzung

Die Umsatzsteuer muss in voller Höhe in dem Geschäftsjahr abgeführt werden in dem die Zahlung eingegangen ist.

  • Abführung der Umsatzsteuer bei Erhalt der Zahlung

Fragen und Antworten zu passiven Rechnungsabgrenzungsposten

Wann buche ich Passive Rechnungsabgrenzung? Was ist passive Rechnungsabgrenzung? Dies sind die häufig gestellten Fragen zum Thema „Passive Rechnungsabgrenzungsposten“.

Wann buche ich Passive Rechnungsabgrenzung?

Rechnungsabgrenzungsposten bucht man zur Kontoeröffnung oder zu dem Zeitpunkt der wirtschaftlich geltenden Einnahmen.

Was sind aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten?

Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten bedeutet, die Zahlung erfolgt eine Periode bevor der Aufwand geleistet wird. Beim passiven Rechnungsabgrenzungsposten erhält das Unternehmen zuerst die Einnahme, während die Leistung erst in der darauffolgenden Periode erbracht wird.

Was ist passive Rechnungsabgrenzung?

Bei der passiven Rechnungsabgrenzung werden Erträge die im alten Jahr erhalten wurden, jedoch wirtschaftlich in die Folgeperiode gehören, in die Folgeperiode transferiert.

Warum Rechnungsabgrenzung?

Um die Unstimmigkeit zwischen Zahlung und tatsächlichem Aufwand bzw. Ertrag zu berücksichtigen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (ARAG)

Das Wirtschaftsjahr eines Unternehmens muss nicht immer genau dem Kalenderjahr entsprechen. Das fängt schon bei der Gründung an. Wenn ein Unternehmen im September gegründet wird, läuft das Kalenderjahr nicht gleich zu dem Wirtschaftsjahr. Da gesetzlich vorgeschrieben ist (§ 250 HGB), dass die Buchungen periodengerecht verlaufen müssen, dürfen nur Aufwendungen und Erträge berücksichtigt werden, die der Periode zuordenbar sind. Hier kommen die Rechnungsabgrenzungen ins Spiel. Sie sind nämlich dafür da, die Aufwendungen und Erträge korrekt abzugrenzen und zuzuordnen. Bei der Rechnungsabgrenzung wird zwischen der aktiven und passiven Rechnungsabgrenzung unterschieden.

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