Grunderwerbsteuer

Eine Steuer, die beim Erwerb von Grundbesitz, also Immobilien, anfällt. Ihre Höhe ist in jedem Bundesland unterschiedlich. Sie beträgt zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises (Stand 2019). Beim Erwerb einer Eigentumswohnung ist vom Kaufpreis der Anteil der Instandhaltungsrücklage abzuziehen, der auf die Eigentumswohnung entfällt. Warum? Weil der Käufer für diesen Teil seines Kaufpreises quasi einen Geldbetrag erwirbt, keinen Grundbesitz. Gleiches gilt für Einbaumöbel und -küchen etc. Auf den Rest fällt Grunderwerbsteuer an.

Beispiel: Jemand erwirbt in Düsseldorf für 100.000 Euro eine Eigentumswohnung. Da der Satz für die Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen 6,5 Prozent beträgt, wären 6.500 Euro Grunderwerbsteuer zu entrichten. Die Eigentümergemeinschaft des Gebäudes, in dem sich die Eigentumswohnung befindet, verfügt über eine Instandhaltungsrücklage von 80.000 Euro. Davon entfallen auf die erworbene Eigentumswohnung 2.000 Euro. Somit muss der Käufer nur auf eine Summe von 98.000 Euro Grunderwerbsteuer zahlen, also 6.370 Euro. In der Regel bringt der Notar in Erfahrung, wie hoch die Instandhaltungsrücklage ist und gibt das im notariellen Kaufvertrag an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Grunderwerbsteuer

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