Warum Beziehungen scheitern & was das Geheimnis einer guten Beziehung ist

 

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Beziehungen scheitern immer wieder aus den gleichen Gründen. Egal ob zwischen Angestellten und Arbeitgebern, in der Freundschaft, oder in der Partnerschaft. Was die Gründe dafür sind und worauf Du beim Umgang mit anderen Menschen besonders achten solltest, erfährst Du in diesem Video…

 

Meine Hauptmotivation für die Selbstständigkeit

Michael Turbanisch:

Lass uns doch da mal ein bisschen tiefer eintauchen, Alex. Du bist selbstständig seit 1996?

Alex Fischer:

Nein, seit August 1994. Im Januar 1996 habe ich meine erste GmbH gegründet.

Michael Turbanisch:

Okay, seit August 1994 bist Du selbständig. Was war denn Dein Motiv, um Dich selbstständig zu machen? Ich glaube schon, es geht bei vielen darum, dass man mehr erreichen kann, mehr verdienen will, oder?
Alex Fischer:

Nein, bei mir nicht. Ich war einfach ein bisschen Rebell, Revoluzzer, Nonkonformist. Ich war früher auch etwas unangenehm, weil ich meine eigenen Werte hatte. Und die Werte bestanden viel aus Abwertung. Ich habe oft gesagt: „Nein, das finde ich doof, das finde ich spießig, das finde ich scheiße usw.“ Ich habe schon immer gearbeitet, seit meinem 14. Lebensjahr. Dadurch habe ich den ein oder anderen Chef und verschiedene Strukturen kennengelernt. Deswegen wusste ich sehr schnell: „No way. Mit mir auf keinen Fall.“

Ich habe zwei Jahre Ausbildung in einem größeren Versicherungskonzern gemacht. Dort habe ich Lebensversicherungskaufmann gelernt. Das ist eigentlich wie ein Bankkaufmann, nur dass man nicht am Schalter steht. Lebensversicherungen beschäftigen sich primär mit Geldanlage… Auf jeden Fall ist mir da aufgefallen: „Kleine Strukturen gefallen mir nicht, größere gefallen mir auch nicht.“ Da bekam ich die Krise. Von daher war das mit der Selbstständigkeit eher ein Zwang. Einfach weil ich gesagt habe: „Nein, das andere erträgst Du nicht.“

 

Eine Frage, welche die Beziehungen zwischen Chefs und Angestellten verbessert

Alex Fischer:

Wegen meinen Erfahrungen habe ich auch sehr viel Verständnis für Angestellte. Diese Chef-Angestellter-Beziehung ist oft schwierig, denn die Chefs beschweren sich über die Angestellten und die Angestellten beschweren sich über die Chefs. Was aber ganz interessant wäre ist, wenn jeder von denen den anderen einfach nur fragen würde: „Sag mal, wie siehst Du die Welt?“ Aber dann einfach nur mal zuzuhören und nachfragen. Das würde die Beziehung schon verbessern und die ganzen Probleme würden sich sehr leicht auflösen. Weil man dann überhaupt erst weiß, wie der andere tickt.

So ein Angestellter fängt meist sehr motiviert an und will etwas richtig Gutes abliefern. Leider macht er direkt einen Fehler. Er war vorher in einem Unternehmen, wusste genau was der Chef wollte und dadurch war der Chef auch ganz glücklich mit ihm. Jetzt ist er allerdings umgezogen und geht zu einer anderen Firma. Er ist hoch motiviert und möchte eine ganz tolle Leistung abliefern. Er ist eben sehr engagiert, nur leider so wie bei seinem alten Chef. Das heißt, er macht alles so, wie es der alte Chef wollte. Und das ohne mal darüber nachzudenken, dass es der neue Chef vielleicht ganz anders möchte. Und woher soll man wissen, wie die Leute es haben möchten?

Michael Turbanisch:

Man fragt sie.

Alex Fischer:

Genau. Und zwar sehr intensiv. Ich mache das selbst bei meinen Mitarbeitern und bei meinen Teammitgliedern so, dass ich sehr intensiv frage: „Mensch, wie siehst Du das? Was ist dir wichtig?“ Wenn Du fragst: „Was waren die Gründe, warum Du gesagt hast: das war ein Erfolg.“ Mach das mal. Da enstehen nämlich viele Missverständnisse.

Zum Beispiel wenn jemand sagt: „Boah, da habe ich eine Millionen verdient.“ Und Du sagst „Gut, was war denn der große Erfolg für Dich daran?“ Und er sagt: „Weißt Du, es waren eigentlich nicht die Millionen, sondern das war, dass ich einfach ein großes Projekt bewegen wollte und dann habe ich anschließend eine Millionen verdient.“, „Aha, super. Und was hat Dich daran am meisten motiviert?“, „Ja das war das und das…“, „Und als Du die Millionen dann auf dem Konto hattest, hast Du Dich da besser gefühlt? Oder in dem Moment, als Du noch die Sache aufgebaut hast – hast Du Dich da noch besser gefühlt?“,„Ach, eigentlich war der Aufbau schöner. Als das Geld dann da war, fühlte ich mich so ein bisschen Game over gesetzt.“
Und wenn man einfach mal nachfragt, sich für den anderen Kosmos interessiert, dann wird man feststellen: uups…

 

So entstehen Beziehungsprobleme erst gar nicht – geschäftlich und privat

Alex Fischer:

Machen wir das mal mit dem Thema Beziehung. Frag 10 Männer und 10 Frauen, was ihre Definition von Fremdgehen ist. Zum Beispiel Bill Clinton. Herr Clinton ist ja Jurist und bei den Amerikanern ist im juristischen Sinne „Fellatio“, wenn wir das jetzt so konservativ ausdrücken wollen, kein Geschlechtsverkehr. Weil die Geschlechtsteile miteinander nicht verkehrt haben. Aber unabhängig davon – der eine Kerl sagt: „Für mich beginnt Fremdgehen mit küssen.“, der andere sagt: „Ach, mal so ein Busserl im Karneval macht doch in Beziehungen nichts, so lange es kein Hardcore-Petting ist…“, der andere sagt: „Nö, für mich ist da wirklich nur Sex.“ Fragst du dann wiederum die Frau, dann sagt sie: „Ja wenn der schon flirtet,  ist das Fremdgehen.“ Ob das sinnvoll ist oder nicht , das sei mal dahingestellt. Ich habe schon öfters gehört, dass Frauen sagen: „Wenn sich mein Freund Schweinefilme anschauen würde, das wäre Fremdgehen.“ Frag 10 Leute – sie haben 10 verschiedene Antworten. Und frag zwei Partner: „Was denkst du denn, was der andere denkt, ab wann Fremdgehen in eurer Beziehungen losgeht?“, sie wissen es nicht. Und das ist irgendwie schlecht. Das gibt Ärger. Weil der eine redet von A und der andere redet von B und keiner versteht sich. Das ist einfach das Problem.

Auch wenn das jetzt scheinbar nichts mit Finanzen zu tun hat oder unserem Thema. Aber es hat extrem viel damit zu tun. Wie willst Du denn Geschäfte machen oder ein gutes Team bilden, wenn die Leute sich untereinander nicht wirklich verstehen, sondern sich gegenseitig Mysterien sind. Sie sind sich Mysterien, weil keiner sich für den anderen wirklich intensiv interessiert. Das ist auch das Geheimnis. Beziehungsweise eigentlich ist es gar kein Geheimnis. Das ist eine der Eigenschaften von richtig guten Verkäufern, die einfach festgestellt haben: Ich habe gerechterweise zwei Ohren und nur einen Mund. Das heißt ich höre immer mindestens doppelt so viel, wie ich selber spreche.

 

Wie ich mich aus dem „Sklaventum“ befreite

Alex Fischer:

Um dann nochmal die Kurve zu meinem Buch zu kriegen, dass man versteht, was die Motivation ist. Meine grundlegende Triebfeder war: Ich wollte nie ein Sklave sein. Nie! Deswegen habe ich mich auch selbstständig gemacht… Meine Lösungen gegen das Sklave-Sein waren aber anfangs teilweise ein bisschen extrem und ein bisschen hirnlos, aber ich wollte nie ein Sklave sein. Sklave heißt übrigens nicht, Sklave sein gegenüber dem Chef. Sklave heißt, wenn Du Dinge tust, die Du eigentlich nicht wirklich tun willst. Sklave heißt, wenn Du siehst: „Oh, ich müsste eigentlich meinem Freund helfen, habe aber keine Zeit.“ Immer dann, wenn Du sagst, das wäre richtig, kann ich aber nicht tun, weil… Das denkt sich der Galeeren-Sklave auch: „Ich sollte jetzt besser bei meiner Familie sein, kann ich aber nicht, weil ich angekettet bin und hinter mir der Trommler steht.“ Das war für mich eine extreme Motivation und irgendwann habe ich es geschafft.

Aber es hat auch eine Zeit gedauert. Ich war nämlich mehr Sklave, als ich dachte. Das meiste war im Kopf, durch mangelndes Wissen, um ehrlich zu sein. Die Ketten waren alle selber gestrickt. Irgendwann sah ich, was Ketten sind. Das Problem ist, dass man an Dingen festgekettet ist, die man selber veranstaltet, ohne zu merken, dass man es macht. Letztendlich habe ich es gemerkt und die Ketten gesehen, die andere Leute für schöne Kleider hielten.

 

Wirkliches Interesse könnte viele Beziehungen retten

Danach habe ich das starke Bedürfnis gehabt, meiner Umgebung das Gleiche angedeihen zu lassen. Weil es wirklich weh tut, wenn Du alles sehen kannst und sagst: „Oh mein Gott, die streiten sich. Da sind wieder Beziehungen kaputt gegangen und den einzigen Fehler, den sie gemacht haben ist, dass sie sich am Anfang nicht einfach mal gefragt haben „Wie definierst Du eine Beziehung? Was ist dir wichtig? Was sind Deine Zielsetzungen?““. Und dann sagt er zum Beispiel: „Meine Zielsetzung ist niemals zu Heiraten.“ Die Frau verzieht sofort den Mund. Schlechte Indikatoren. Dann wird sofort diskutiert, anstatt mal nachzufragen: „Nur dass ich es verstehe: Wie ist denn diese Entscheidung zustande gekommen?“, „Ja, weißt Du, meine Eltern haben sich scheiden lassen und das war einfach schrecklich. Sie waren verheiratet und haben sich scheiden lassen. Es gab einen riesen Ärger. Ich habe das alles mitbekommen. Das will ich nicht.“, „Ja gut. Gibt es noch Gründe, warum Du sagst, das ist so schwierig?“, „Ja! Ich habe gesehen, dass Leute, wenn die Beziehungen noch ganz frisch sind, total happy sind. Aber sobald sie verheiratet sind, nimmt man sich für selbstverständlich und es geht abwärts.“, „Aha. Gibt es noch einen Grund, warum Du Heiraten blöd findest?“ usw. Und dann versteht man auch, warum jemand etwas nicht gut findet und nimmt das nicht persönlich. Und dann kann man da auch drauf eingehen und sagen: „Mensch, was hast Du denn da beobachtet bei den Leuten, die geheiratet haben?“, „Ja das und das.“, „Aha, okay. Ja stimmt, das ist wirklich nicht toll.“ Verstehst Du, was ich meine?

 

Mein Buch ist viel mehr als nur ein Immobilienratgeber

Dann erst kann man die Sachen lösen. Die Leute gehen viel zu schnell auf die Lösung und landen dann völlig im Bach. Du bekommst echt Schmerzen, wenn Du das mal verstanden hast, es aber immer wieder bei anderen Beziehungen beobachten musst – und damit meine ich geschäftliche und private Beziehungen. Ich habe mir dieses Buch ursprünglich als ein anderes Buch gedacht. Nämlich eins, das ich benutzen will, um den Leuten zu zeigen, wie man in Immobilien investiert. Ich habe einfach nur das richtige Mindset und das unternehmerische Fundament erklärt. Das muss definitiv dabei sein.

Während ich dann angefangen habe zu schreiben, habe ich mir aber gedacht: „Boah, das ist auch cool. Das muss noch rein, das muss noch rein usw. Weil ich mir gedacht habe: „Das kannst Du Deiner Umgebung wirklich in die Hand drücken. Egal, ob sie jetzt in Immobilien investieren müssen, wollen oder nicht.“ Die ersten zwei Teile, Mindset und Lebensunternehmer-Fundament sind bei jedem gleich. Unabhängig davon, mit welchem Produkt man das macht. Man braucht nicht mal ein Produkt. Das ist selbst für die Hausfrau nützlich. Also wie gesagt, zuerst war der Anspruch, Leuten beizubringen, wie sie wirklich mit Immobilien erfolgreich werden. Jetzt ist der Anspruch: Ich schreibe ein Buch, wenn mir jemand sagen würde: „Alex, Du hast 300 Seiten, um Deinem Sohn alles aufzuschreiben. Meinem geliebten zehnjährigen Sohn. Alles, was er wissen muss und was immer Du ihm fürs Leben mitgeben möchtest mit Deiner Erfahrung. Was würdest Du dort reinpacken?“. So habe ich das Buch geschrieben und das wird wirklich, wirklich krass.

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