Passivhaus bauen, kaufen & vermieten: Definition, Vor- & Nachteile, Finanzierung & Video

Passivhäuser sind der neuste Schrei auf dem Immobilienmarkt. Wenn Du in einem Passivhaus wohnst, kannst Du nicht nur langfristig Energie und auch damit verbundene Kosten sparen, sondern tust ganz nebenbei auch noch etwas auch noch etwas Gutes für die Umwelt. Es handelt sich nicht um eine neue Bauweise, sondern um einen innovativen Baustandard. Wie genau dieser moderne Gebäudestandard funktioniert, was ihn so effektiv macht und welche anderen Energiesparhaus-Modelle es gibt, erfährst Du in diesem Artikel.

Was bedeutet eigentlich Passivhaus?

Die Bezeichnung Passivhaus ist ein freiwilliger Standard für die Energieeffizienz eines Gebäudes. Dadurch wird der ökologische Fußabdruck des Gebäudes möglichst gut. Das Ergebnis sind Niedrigstenergiegebäude, die wenig Energie für die Raumheizung oder -kühlung benötigen.

Der Standard ist nicht auf Wohngebäude beschränkt: Es gibt heutzutage auch Bürogebäude, Schulen, Kindergärten und Supermärkte, die ebenfalls nach diesem Standard gebaut werden. Die Häuser werden passiv genannt, weil der überwiegende Teil des Wärmebedarfs aus passiven Quellen wie beispielsweise Sonneneinstrahlung und Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt wird.

Ein Passivhaus generiert Energie durch passive Wärmequellen und benötigt keine externe Energieversorgung

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Passives Design?!

Passives Design ist kein also Aufsatz oder eine Ergänzung zum architektonischen Design, sondern ein Designprozess, der sich in das architektonische Design integriert. Obwohl es hauptsächlich bei Neubauten angewendet wird, wurde es auch bei Sanierungen eingesetzt.

Weltweite Entwicklung

Ende 2008 lagen die Schätzungen für die Anzahl der Passivhäuser weltweit zwischen 15.000 und 20.000. Im August 2010 gab es in Europa bereits rund 25.000 solcher zertifizierten Gebäude aller Art. Die überwiegende Mehrheit der Passivhäuser wird aktuell in den deutschsprachigen Ländern und in Skandinavien gebaut.

Funktionsweise von Passivhäusern

Passivhäuser funktionieren mithilfe der folgenden 4 Grundprinzipien:

  1. Passende Gebäudehülle
  2. dreifachverglaste Fenster
  3. spezielle Lüftungsanlage
  4. Wärmeverlust vermeiden!

Das Wichtigste an einem Passivhaus ist die besonders effiziente Gebäudehülle in Kombination mit entsprechend mehrfach gedämmten Wänden. Bei den Fenstern wird für gewöhnlich auf dreifache Wärmeschutzverglasung zurückgegriffen. Auf diese Art und Weise kann nicht nur der Wärmeverlust minimiert werden, es kommt sogar zu einer Wärmerückgewinnung. Dies funktioniert, indem Körperwärme der Bewohner oder Wärme von technischen Geräten recycelt wird. Passivhäuser produzieren und schützen also quasi ihre eigene Wärme und nutzen nur bei Bedarf eine Zuluftnachheizung. So können sie auf eine separate Heizung verzichten.

Über 90 % der Heizkosten können gespart werden!

Das A und O: Wärmerückgewinnung

Für die Wärmerückgewinnung ist es außerdem notwendig, dass die Luft im Passivhaus mithilfe eines EC Ventilators in einer Art Kreislauf zirkuliert. Es wird eine Lüftungsanlage genutzt, die das Haus jederzeit mit frischer Luft versorgt und schlechte Luft kontrolliert ablässt. Dabei überträgt sich die Wärme, die sich bereits im Haus befindet durch einen Luft/Luft-Wärmetauscher auf die kühle Frischluft und heizt diese auf natürliche Art auf. Des Weiteren empfiehlt sich bei Passivhäusern eine Ausrichtung nach Süden, um im Winter möglichst viel Sonnenlicht als Wärmequelle nutzen zu können.

Funktionsweise auf einen Blick:

  • effiziente Gebäudehülle
  • mehrfach gedämmte Wände
  • dreifach wärmeschutzverglaste Fenster
  • Wärmeverlust wird minimiert
  • es kommt zu einer Wärmerückgewinnung

Anforderungen an ein Passivhaus

Es gibt einige Anforderungen, die ein Gebäude erfüllen muss, um sich Passivhaus zu nennen. So darf der maximale jährliche Heizenergieverbrauch pro Quadratmeter laut Zertifizierungskriterien des Passivhausinstituts Darmstadt bei Passivhäusern maximal 15 Kilowatt betragen. Das entspricht ungefähr etwa 1,5 Litern Heizöl.

Außerdem darf eine Heizlast von 10 Watt pro Quadratmeter nicht überschritten werden. Darüber hinaus muss der Bedarf an erneuerbarer Primärenergie auf 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr beschränkt sein.

So lebt es sich in einem Passivhaus – Video

In Heidelberg entsteht die größte Passivhaus Siedlung Deutschlands. Aber wie lebt es sich denn eigentlich in einem Passivhaus?

Passivhaus: Vor- und Nachteile

Wie Du bereits nun weißt, hat ein Passivhaus ein Reihe von Vorteilen. Es gibt jedoch auch negative Aspekte, mit denen Passivhausbesitzer konfrontiert werden. Damit Du bestmöglich auf Deine Entscheidung vorbereitet bist, hier eine ausführliche Liste mit den Vorzügen und Nachteilen eines Passivhauses.

Vorteile eines Passivhauses

Alle Vorteile auf einen Blick:

  • keine Heizungsanlage nötig
  • niedrige Nebenkosten
  • Heizkosten sind bis zu 90% niedriger als bei herkömmlichen Häusern
  • unabhängig von Preisanstiegen
  • geringes Risiko für Schimmelbildung
  • bis zu 4.000 kg weniger CO2-Ausstoß pro Jahr als bei herkömmlichen Gebäuden
  • guter Schallschutz

Nachteile eines Passivhauses

Alle Nachteile auf einen Blick:

  • verhältnismäßig hohe Investitionskosten
  • rasches Aufheizen im Sommer
  • niedrige Luftfeuchtigkeit im Winter
  • Fehlerrisiko bei Installation der Lüftungsanlage
  • Gefahr Stromausfall – Ausfall Lüftung
  • Lebensweise muss an Passivhauses angepasst werden

Nach durchschnittlich etwa 10 Jahren haben sich die Investitionskosten durch die geringen Nebenkosten amortisiert!

Finanzierung Deines Passivhauses

Was für Möglichkeiten der Finanzierung für Passiv-Häuser gibt es? Kann man auch ganz ohne Eigenkapital eine Immobilie finanzieren? Damit Deiner Finanzierung nichts mehr im Weg steht, sind hier alle wichtigen Informationen rund um die Beschaffung von Eigenkapital, Nachrangfinanzierung und Förderprogramme speziell für Passivhäuser.

Förderprogramme

In Deutschland werden alle Energiesparhäuser durch Investitions- und Tilgungszuschüsse sowie zinsgünstige Baudarlehen staatlich gefördert. Ansprechpartner ist beispielsweise die KfW. Außerdem gibt es in vielen Bundesländern regionale Förderprogramme. Auch spezielle Vereine unterstützen Dich bei Deinem Passivhaus. Gefördert werden können hierbei neben Neubauten auch energetische Sanierungen zum Passivhausstandard.

In Deutschland werden Energiesparhäuser staatlich gefördert!

Zu wenig Eigenkapital?

Du hast eine rentable Immobilie in Aussicht, aber einer der wichtigsten Punkte, das Eigenkapital, bereiten Dir Kopfzerbrechen? Für diesen Fall gibt es verschiedene Lösungsansätze. Wenn Du persönlich noch kein Eigenkapital hast, dann leihe es Dir am besten aus Deinem privaten Umkreis. Denn wenn Du es Dir bei der Bank leihst, wirkt sich das wieder negativ auf Deine Vermögensbilanz aus. Du könntest zum Beispiel Eltern, Geschwister oder Freunde um Hilfe bitten.

Eigenkapital am besten aus dem privaten Umfeld leihen, sonst drohen negative Auswirkungen auf die Vermögensbilanz.

Am besten und sichersten für alle Beteiligten ist es, wenn sie Dir dann eine Grundschuld ausstellen. Später kannst Du Dein Eigenkapital dann auch wieder freigeben, nachdem Du bereits einen Teil getilgt hast. Du kannst dann hierfür auch eine feste Laufzeit mit Deinen Verwandten oder Freunden ausmachen.

Eigenkapital beschaffen – die Klassiker

Zu den offensichtlichsten Möglichkeiten an Eigenkapital zu kommen, gehören:

  • Lebensversicherungen
  • Aktienfonds
  • Sparbücher
  • Bauchsparverträge

Wenn Du Dich entscheidest Deine Immobilie für die Eigennutzung zu kaufen, hilft Dir Deine Bank sogar eher beim Beschaffen des Eigenkapitals. Der Grund: Durch die emotionale Bindung an die Immobilie passen die Eigennutzer tendenziell besser auf ihr Objekt auf. Für die Bank sind eigengenutzte Immobilien also nicht nur hochwertiger, sondern auch sicherer.

Speziellere Vorgehen: Nachrangfinanzierung

Falls die vorangegangenen Lösungswege für Dich nicht in Frage kommen, kannst Du Dich bei Deiner Bank nach einer sogenannten Nachrangfinanzierung erkundigen. Es gibt verschiedene Banken, die sich darauf spezialisiert haben, Nebenkosten zu finanzieren beziehungsweise Eigenkapital für Immobilien zur Verfügung zu stellen, durch sogenannte Nachrangdarlehen. Was das bedeutet? Ganz einfach: Die Bank gibt Dir Geld, darf sich dafür aber den Erstrangfinanzierer nennen.

Nachrangfinanzierung auf einen Blick:

  • manchen Banken bieten Nachrangfinanzierung an
  • Spezialisierung darauf Eigenkapital zur Verfügung zu stellen
  • nennen sich dann Erstrangfinanzierer

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