Wie Du Deine Leidenschaft ausleben kannst

 

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Kann man seine Leidenschaft nur als Selbstständiger oder als Unternehmer ausleben? Oder funktioniert das auch als Angestellter? In diesem Ausschnitt aus dem Video-Interview erfährst Du die Antwort darauf…

 

Mach Dich nicht nur des Geldes wegen selbstständig

Michael Turbanisch:

Ich bin gestern Nachmittag im Gym gewesen – schön auf dem Crosstrainer. Auf einmal klingelt das Telefon. Ich habe mein Handy in der Taschen gehabt und vergessen, den Flugmodus einzuschalten – selber Schuld. Als ich drang ging: „Alex Fischer hier, ich wollte Dir noch was erzählen.“ Das war gut. Das wirkt genauso, wie ich Dich kennengelernt habe. Deswegen finde ich es so toll, dass das ein Video ist, wo man einfach immer wieder zurückspulen kann. Was bei Dir auffällt und was ich an dir mag, ist: Die Sachen, die Du machst, machst Du mit Leidenschaft und Begeisterung…

Alex Fischer:

Weil, und das ist der Grund, ich es mir inzwischen leisten kann, das wegzulassen, worauf ich keinen Bock mehr habe. Und das ist eigentlich der Zweck des Geldes. Nämlich die Freiheit so weit zu erlangen, dass man selbstständig tun kann, worauf man wirklich Lust hat. Und dann ist man da auch extrem gut drin. Schau dir Steve Jobs an. Der war schon Milliardär, bevor er wieder zu Apple zurückkam. Aber dann ist er erst richtig durchgestartet, weil er nicht gesagt hat: Oh, wo verdiene ich das meiste Geld oder sonst irgendwas. Sondern er hat sich einfach gefragt: Was würde die Leute umhauen?

Michael Turbanisch:

Ja, genau.

Alex Fischer:

Entschuldige, ich habe Dich vorhin unterbrochen.

Michael Turbanisch:

Du, ich habe von Anfang an gesagt, das wird ein ziemlich entspannter Call für mich. Das einzige, was ich machen muss, ist ein paar Fragen zu stellen und Dir zuhören. Mehr nicht.

 Alex Fischer:

Weil ich so eine Labertasche bin, ne?

Michael Turbanisch:

Nein, weil die Leute unwahrscheinlich viel wissen wollen.

 

Eine Ausbildung für: „Wie führe ich mein Leben?“

Alex Fischer:

Sagen wir mal so: Ich bin in den Interviews hier ganz anders als normalerweise. Denn normalerweise interessiere ich mich sehr für den Kosmos der Leute. Ich habe allerdings festgestellt, dass es keine Ausbildung für „Wie führe ich mein Leben?“ gibt. Ich habe bayrisches Abitur. Das waren 13 Jahre und bei 90% davon weiß ich nicht, wo ich das jemals benutzen soll. Das hat mir auch keiner gesagt. Es hat mir auch keiner gesagt, warum Beziehungen scheitern. Es hat mir keiner gesagt, was die Definition von „Verkaufen“ ist, und zwar die richtige Definition. Das musste ich mir alles mühsam selbstständig beibringen.

Ich liste mal ein paar Punkte auf, die ich in dem Buch bringen werde. Ich packe zum Beispiel rein: Welche Abteilungen Du als Ich-AG hast. Da wird Pareto sehr genau erklärt – auch Sachen, die die meisten Leute über Pareto nicht wissen. Zum Beispiel, wie man es genau anwendet im Business und im Leben, mit vielen Beispielen. Wenn man sagt, man hat sieben bis neun Hauptabteilungen, auch als Privatperson, habe ich mir die Mühe gemacht, folgendes herauszufinden: Was sind die 20%, die man wissen muss, die 80% des Ergebnisses bringen? Und die habe ich dort kondensiert erklärt. Und zwar auch in Kombination mit meinem Erkenntnisprozess, den ich selbstständig durchlaufen habe. Mit dem, was mir meine Mentoren erzählt haben. Wie ich darauf gekommen bin usw., dass man das eben wirklich miterleben kann. Wie gesagt, es ist ein Wissensroman, aber gespickt mit Know-How. Da steht kein einziger Satz drin, der eine Floskel ist oder unnötig. Jeder Satz hat seinen Zweck. Ich versuche, es so kurz wie möglich zu halten.

In dem Buch steht zum Beispiel auch drin, wie man seinen Purpose findet. Also wie findet man seine wirkliche Passion. Alle sagen: „Folge Deiner Passion!“, aber keiner sagt Dir, wie Du sie findest. Es steht drin, wie Du die richtigen Freunde und Mitarbeiter auswählst. Es steht drin, was Glücklichsein ist und …

 

Ich verdiene mein Geld tatsächlich mit Immobilien und nicht mit dem Coaching darüber

Michael Turbanisch:

Dieser Call hier ist die Krönung von einer echt geilen Woche. Ein bisschen zu den Hintergründen: Wir hatten uns getroffen am 27. Dezember bei Alex in Düsseldorf. Wir haben das Ding dort aufgenommen, aber uns keine Gedanken darüber gemacht, wie groß die Dateien werden. Ich habe die auf mein MacBook gezogen und die waren so groß, dass ich mit dem MacBook jetzt nicht mehr viel anfangen konnte. Deswegen hat sich das Ganze ein bisschen verzögert. Ich habe mich erst etwas geärgert. Aber dann gingen diese Videos am Mittwoch live und die Reaktionen darauf waren der Hammer… Du hast übrigens viel zu schreiben, Alex. Extrem viele wollen ein handsigniertes Buch von Dir haben, jetzt schon.

Alex Fischer:

Das ist aber süß. Danke! Das ehrt mich wirklich. Ich komme mir schon vor wie ein Promi. Mensch.

Michael Turbanisch:

Und ich setzte noch einen drauf: Ich will ein handsigniertes Buch mit Widmung!

Alex Fischer:

Wenn, dann kriegt es eh jeder mit Widmung!

 Michael Turbanisch:

Was seit Mittwoch, seit dieser Interviewserie abgegangen ist, in den sozialen Medien, das hat mich getragen. Das ist ein gutes Beispiel für Purpose. Da werde ich auch gleich noch ein bisschen näher drauf eingehen, das war nämlich auch ein großer Bestandteil der Fragen…

Hin und wieder monetarisiere ich ja meine Videos, ich schalte also Werbung davor. Jetzt weiß ich, es ist nicht Dein Stil. Du sagst, Du gibst den Content kostenlos raus. Daraufhin sagte ich okay, ich muss nicht jedes Videos mit Werbeanzeigen monetarisieren, lassen wir das. Also habe ich es nicht mehr gemacht. Was aber erstaunlich war ist, dass meine Werbeeinnahmen trotzdem um ca. 20% gestiegen sind.

Alex Fischer:

Es ist nichts verkehrt daran, wenn Leute sagen, sie monetarisieren das. Ich würde das an Deiner Stelle auch machen. Nur ich kann es mir halt leisten, das nicht machen zu müssen. Das heißt auch nicht, dass ich das auf alle Ewigkeit so mache. Je nachdem wie ich mal Lust habe. Vielleicht sage ich irgendwann, Mensch, das finde ich jetzt toll oder ich kriege neue Teammitglieder und wir wollen die ganze Welt erobern. Dann müssten wir das irgendwie finanzieren…

Ich verdiene mein Geld tatsächlich mit Immobilien. Viele, die über Immobilien sprechen, die verdienen ihr Geld bloß mit dem Coaching. Genauso ist es auch im Aktienbereich. Die Leute, die selber mit Aktien kein Geld verdienen, machen es halt im Coaching. Wie gesagt, es ist nichts verkehrt damit, mit Coaching Geld zu verdienen, sofern man es halt vormacht.

 

Der Unterschied zwischen selbstständig und Unternehmer sein

Michael Turbanisch:

Ich habe gerade eine Frage, die passt dazu! Der Martin Schuster, Servus Martin, das ist übrigens auch ein Bayer. Der Alex wohnt ja in Düsseldorf, aber eigentlich kommt er aus München. Nun gut, Martin will wissen: Ist ein Leben als Selbstständiger die Grundvoraussetzung dafür, die Fesseln der Sklaverei zu durchtrennen? Und gibt es einen Weg, die Fesseln nicht mühsam durchzuknabbern, sondern mit einem messerscharfen Dolch mit einem Rutsch zu durchtrennen?

Alex Fischer:

Gut geschrieben. Gefällt mir. Er hat sich schon mal mit Werbetexten beschäftigt, merkt man da. Grundsätzlich denke ich nicht, dass man selbstständig sein muss. Es ist ja ein Unterschied zwischen selbstständig und Unternehmer. Das wird übrigens auch geklärt in dem Buch. Meistens hapert es an den Begriffsdefinitionen… Wenn ich jetzt dieses Thema nehme – wichtig ist immer, dass Du tust, was Du wirklich liebst. Du wirst Dich dann auch so fühlen. Wenn Du Deine Umgebung so eingerichtet hast, dass Du tun kannst, was Du wirklich liebst. Wenn ich jetzt zum Beispiel so ein Ingenieurstyp wäre und ich würde sagen: Ich liebe es, technische Sachen zu entwickeln. Dann muss ich keine eigene Firma machen. Es würde mich nur nerven, Rechnungen zu bezahlen, den ganzen Apparat aufzubauen usw. Ich würde mir einfach einen Laden suchen, der meine Kreativität zu schätzen weiß und wo ich wirklich tun kann, was ich will. Das ist ja der Grund, warum Apple oder Google so gute Mitarbeiter hat. Weil die die praktisch ihre Passion leben lassen.

Ich sage das auch jedem Angestellten beim Bewerbungsgespräch: „Pass auf, das ist hier kein normales Bewerbungsgespräch.“ Das normale Bewerbungsgespräch läuft so: Du verstellst Dich, damit Du möglichst gut aussiehst und ich verstelle mich auch und wir versuchen uns gegenseitig zu überlisten. Tatsächlich überlisten wir uns aber alle selber, weil Leute umgeben sich mit Leuten, die die gleichen Werte haben. Und wenn ich dir jetzt andere Werte vortäusche, als ich habe, andere Ziele vortäusche, als ich die habe und der Angestellte macht das selbe – dann kriegen wir nur Ärger. Das macht keinen Spaß und das ist schlecht. Das erkläre ich denen vorher und dann sagen die: „Ja, stimmt.“ Und dann sage ich: Ganz im Gegenteil. Ich kenne natürlich viele Leute und ich kann sehen, mensch, Du bist der und der Typ und da wärst Du gut untergebracht – dann mache ich Dir sogar die Tür auf. Gar kein Problem. Aber lass uns bitte ehrlich zueinander sein. Das kennst Du auch in einer Beziehung. Man verstellt sich am Anfang und bereut dann bitter, dass man sich am Anfang verstellt hat.

 

Kann man seine Fesseln auf einmal durchtrennen?

Unternehmer muss man nicht unbedingt sein. Nein. Es geht darum, wirklich das zu tun, was man liebt. Das ist ja eine gewissen Form von selbstständig sein. Seinem Purpose zu folgen und den Fortschritt zu sehen. Zu der Frage: ich fürchte nein. Also man kann nicht mit einem messerscharfen Dolch die Fesseln auf einmal durchschneiden, weil es einfach eher so ist wie bei Gullivers Reisen. Das war der, der bei den Minimenschen aufgeschlagen ist und als er aufgewacht ist, hat er lauter Bindfäden um sich rum. Die hatten ihn am Strand festgepflockt, obwohl das ganz kleine Männchen waren. Die haben ihn also mit einer Art Spinnennetz festgebunden. Ja, ich würde eher sagen, es ist ein Spinnennetz. Allerdings haben diese Spinnennetze auch tragende Seile. Es gibt jetzt nicht ein Haupttau, das man durchschneidet, sondern es gibt 50-100 Seile, allerdings gibt es auch 10 Hauptseile. Und wenn Du diese 10 Hauptseile selbstständig durchgeschnitten hast, dann hast Du schon 80% des Weges hinter Dir. Ich habe auch lange Zeit den Fehler gemacht, die eine Lösung zu finden, die meine Probleme löst. Das ist aber die falsche Frage. Wenn Du das suchst, wirst Du leider erfolglos sein; das habe ich nämlich ausprobiert.

Michael Turbanisch: 

Erfolgreich erfolglos.

Alex Fischer:

Du wirst erfolgreich erfolglos, ganz genau. Was Du wirklich sehen musst ist, dass alles vielschichtig ist. Es gibt auch keine einzelnen Opfer und einen Täter. Das hängt schon alles ein bisschen zusammen. Natürlich, wenn es jetzt Opfer und Täter gibt, dann ist natürlich der eine wesentlich mehr Täter, der andere ist wesentlich mehr Opfer. Aber das Opfer muss sich auch die Frage stellen: „Ja warum hat es denn jetzt eigentlich mich erwischt? Warum habe ich denn immer Pech?“ Und diese Fragen: „Warum habe ich immer Pech?“, die beantworte ich hier.

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