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Bauanleitung für einen Geldmagneten

Vielleicht gibt es auch Menschen in Deinem Umfeld, die permanent Neugeschäft, Aufträge und Geld anziehen. Das Geld fliegt ihnen scheinbar nur so zu, obwohl sie nur relativ wenig dafür tun müssen. Wie kann das sein?

Es gibt verschiedene Methoden, um mehr Geld zu verdienen, aber einer der wirkungsvollsten Wege ist die Einrichtung eines Geldmagneten.

Geldmagnet? Hört sich nach Quatsch an?

Glaube mir, die kommenden Absätze solltest Du sehr sorgfältig lesen.

Der Geldmagnet zieht auf scheinbar magische Weise noch mehr Geld an. Tests und Erfolgsberichte haben das Tausende Male eindeutig bewiesen.

Der Geldmagnet hat nur zwei Nachteile:

  • Er ist so simpel, dass er leicht unterschätzt wird.
  • Gerade weil er so gut funktioniert, beginnt man ihn zu zerstören.

Der Geldmagnet funktioniert so:

Nimm 10 % aller Eingänge auf Deinem Privatkonto (oder als Selbstständiger/Unternehmer 10 % der Deckungsbeiträge ( = das, was ein Geschäft nach Abzug der Herstellungskosten an Ertrag macht, jedoch vor Deckung der Allgemeinkosten bzw. Fixkosten)) und lege sie auf ein Sparkonto.

Dieses fasst Du NIEMALS, NIEMALS, NIEMALS, NIEMALS an – Du nimmst nicht einmal einen Euro davon.

„Tolle Wurst …“, denkst Du Dir jetzt sicher.

Doch bevor Du Dir ein abschließendes Urteil bildest, bitte ich Dich zu Ende zu lesen. Es gibt hierzu nämlich wesentlich mehr zu wissen.

Wenn Du dieses spezielle Konto (Rücklagenkonto, das Du niemals anfasst, auf das Du 10 % aller Einnahmen bzw. Deckungsbeiträge überweist) einrichtest, installierst Du den magischen Geldmagneten.

Falls Du bereits einige Finanzbücher gelesen hast, sagst Du jetzt: „Na toll, das haben ja schon viele vor Dir geschrieben …“

Das ist leider nicht ganz korrekt, denn die Leute haben zwar die 10 % beschrieben, aber nicht, dass es ein Geldmagnet ist. Also auch nicht, warum er funktioniert und warum er üblicherweise zerstört wird.

Warum der Geldmagnet funktioniert

Ich las ebenso diese Finanzbücher, und darin stand, dass man über das Rücklagenkonto reich werde („Man bezahlt zuerst sich selber“). Das ist falsch. Hierzu möchte ich mit Dir den Rat teilen, den mir ein sehr, sehr weiser Mann im März 2000 in den USA gegeben hat:

„Alex, es geht hier in keiner Weise darum, durch diese Rücklagen reich zu werden. Diese Rücklagen, wenn Du sie auf diese Art und Weise bildest, sorgen dafür, dass immer mehr Geld angezogen wird.“

Ich fragte ihn, wie er das meinte: „Schau mal, es gibt universelle Gesetze, die wir mit unseren heutigen Technologien noch nicht nachvollziehen können. Auch die Schwerkraft existierte schon lange, bevor Newton sie entdeckt hat.

Es scheint irgendwie in den Köpfen der Menschen verankert zu sein, dass Geld knapp ist und immer von ihnen abhaut. Indem man diesen Geldmagneten installiert und niemals einen Cent herunternimmt, führt das zu einem Konto, dessen Guthaben immer nur steigt, steigt, steigt und mehr wird. Ihr Deutschen habt sogar den Spruch ‚Geld kommt zu Geld‘.

Und so scheint es hier auch zu sein.

Aus irgendwelchen Gründen verändert dieses Konto das Mindset der Leute und sorgt dafür, dass sie sich dem Geld nicht verschließen, sondern es anziehen.“

Sofort als ich wieder in Deutschland war, begann ich diesen Geldmagneten einzurichten. Damals waren die Geschäfte okay. Ich verdiente gut, aber es war anstrengend, und Geld schien immer irgendwie knapp zu sein. Ich ging also strikt jede Woche her und schaute, welche Deckungsbeiträge beziehungsweise Geldeingänge ich hatte, und verteilte jeweils 10 % davon. Selbst wenn ich einen alten Stuhl für 100 Euro bei Ebay verkaufte, legte ich 10 % davon zurück.

Drei Jahre später hatte ich so viel Geld auf meinen Konten (damit meine ich nicht auf dem Geldmagnetenkonto, das war okay, aber auf allen Konten häufte sich das Geld), dass ich den ersten und fatalen Fehler machte:

Der fatale Fehler mit dem Geldmagneten

Ich dachte mir: „Warum noch weiter Rücklagen bilden? Ich habe ja sowieso so viel Geld auf meinem Konto, das kann ich gar nicht ausgeben.“

Meine damalige Frau war übrigens gemeinsam mit mir mit den Rücklagen gestartet, und sie hatte das gleiche Phänomen: ein unglaublicher Überfluss an Geld. Und sie machte den gleichen Gedankengang und den gleichen Fehler.

Wieder drei Jahre später war so gut wie kein Geld mehr da. So magisch es vorher nach oben ging (natürlich steckte viel Arbeit dahinter), so schien jetzt irgendwie das Pech an meinen Händen zu kleben.

Ich konnte einfach nicht verstehen, wie sich alles von sehr einfach und easy zu kompliziert und vom Pech verfolgt wandeln konnte.

Eines Nachts im Bett fielen mir wieder die Worte meines weisen Ratgebers aus den USA ein. Ich begann meine Umsatz- und Ertragsstatistiken noch in der Nacht herauszukramen und zu vergleichen. Das tat ich in Bezug auf die Zeitpunkte (die mir damals nicht bewusst waren), als ich den Geldmagneten eingerichtet hatte und als ich aufhörte, ihn mit „Strom“ zu versorgen. Und man konnte es absolut an den Statistiken sehen.

Kurz nachdem ich den Geldmagneten eingerichtet hatte, gingen die Erträge und Gewinne nach oben. Sobald ich aufgehört hatte, fingen sie an nachzulassen. Kein Zweifel, totale zeitliche Übereinstimmung.

Am nächsten Morgen sprach ich meine damalige Frau darauf an, dass sie mir auch ihre Zahlen zeigen sollte, und ich war fassungslos. Das exakt gleiche Muster, das gleiche Phänomen.

Sofort begann ich natürlich den Geldmagneten wieder zu installieren und mit Strom zu versorgen. Meine damalige Frau natürlich auch. Und vier Jahre später … Was denkst Du? Genau, vier Jahre später war wieder so viel Geld da, dass es sich eigentlich nicht mehr gelohnt hätte, Rücklagen zu bilden.

Doch dieses Mal war ich schlauer, ich machte weiter damit. Um mich nicht in Versuchung zu führen, jemals wieder dieses Konto anzufassen, warf ich damals sogar PIN und TAN in den Schredder.

Was passiert, wenn Du den Geldmagneten vernachlässigst

Eine weitere Geschichte möchte ich Dir nicht vorenthalten, da es so wichtig ist, dass Du das wirklich völlig verinnerlichst. Im Jahr 2014 gab ich meinem Freund und Geschäftspartner Hendrik Klöters vom Unternehmerkanal den Tipp vom Geldmagneten.

Was ich an meinem Freund Hendrik wirklich schätze, ist, dass er zu den Leuten gehört, die die Dinge sofort umsetzen. Gesagt, getan, der Geldmagnet war installiert. Ein Jahr später erzählte er mir folgende Geschichte:

„Alex, Du glaubst nicht, was passiert ist. Ich habe den Geldmagneten eingerichtet und es mindestens ein halbes Jahr lang einfach so gemacht, wie Du es gesagt hattest. Dann hatte ich auf einmal so viel Umsatz, dass ich vor lauter Arbeit nicht mehr dazu kam, die Rücklagen zu bilden. Ich hatte schlichtweg keine Zeit mehr, mich um die Überweisungen zu kümmern.

Irgendwann zwei Monate später, als es wieder etwas ruhiger wurde, erinnerte ich mich daran, dass ich zwei Monate keine Rücklagen gebildet hatte. Ich begann diese nachzuholen und von da ab wieder zu bilden. Es vergingen wieder zwei Monate. Dann war es Jahresende und Zeit für eine Umsatzstatistikanalyse.

Ich schaute mir die Zahlen an und wunderte mich über zwei Punkte: erstens, die Umsätze waren stetig nach oben gegangen; zweitens, in der Mitte des Jahres war eine zwei Monate lange Delle.

Ich versuchte herauszubekommen, woran das gelegen haben könnte, und es war für mich auch von den anderen Zahlen (und im E-Commerce gibt es sehr viele Zahlen) überhaupt nicht nachvollziehbar.

Auf einmal fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Wann waren noch einmal die zwei Monate, in denen ich vergessen hatte, die Rücklagen zu bilden? Bingo! Die Delle war genau in diesem Zeitraum.“

Das Lustige an Hendrik’s Story ist, dass er es ja nicht bewusst nicht gemacht hatte und auch nicht wie ich den Fehler gefunden und korrigiert hatte.

Er hatte einfach zwei Monate ausgesetzt, dann wieder weitergemacht und gar keine besondere Aufmerksamkeit darauf verwendet. Erst im Nachhinein wunderte er sich über die Delle und stellte auch wieder die zeitliche Übereinstimmung mit dem Geldmagneten fest.

Wie man den Geldmagneten sehen muss

Der Geldmagnet scheint also wie eine Art elektromagnetischer Geldmagnet zu sein. Er bezieht seinen „Strom“ aus dem Zufluss der regelmäßigen 10-%-Zuführung.

Intern in meinem Business nenne ich den Geldmagneten „Tabu-Rücklage“. Tabu-Rücklage deswegen, weil es absolut tabu ist, einen Euro von dieser Rücklage zu nehmen, und weil es absolut tabu ist, die Stromversorgung abebben zu lassen.

Einer meiner schlausten Mentoren ließ mir sinngemäß angedeihen: „Eine Gesetzmäßigkeit erkennt man daran, dass sie bekannte Phänomene/Erscheinungen erklärt und zukünftige Phänomene/Erscheinungen vorhersagbar macht.“

Wie Du trotz Schulden einen Geldmagneten einrichtest

Solltest Du bereits Schulden haben, die Du abbezahlst, wirst Du jetzt sicher denken: „Den Geldmagneten richte ich natürlich ein, nachdem die Schulden bezahlt sind, denn auf Guthabenkonten bekommt man so gut wie keine Zinsen. Ich zahle erst mal meine Schulden ab, da die Schuldzinsen ja viel höher sind …“

Rein mathematisch hast Du völlig recht.

Das wäre auch logisch zu denken. Ich empfehle Dir (auch aus Hunderten von Tests) Folgendes: Nimm 5 % zur Schuldentilgung und 5 % zur Einrichtung des Geldmagneten. Der Geldmagnet funktioniert nicht über Mathematik, Schuld- und Guthabenzinsen, Kapitalertragssteuer etc.

Es ist einfach ein Konto, auf dem Geld liegt, dessen Guthaben permanent ansteigt und das dafür sorgt, dass mehr Geld hereinkommt. Mache bitte nicht diesen Fehler. Rechnerisch ist dieses Argument natürlich völlig okay. In der Praxis wirst Du einige Jahre später feststellen, dass Mathematik, Guthaben- und Schuldzinsen nicht alles sind.

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Dein

Alex Düsseldorf Fischer