Bauingenieur werden: Tätigkeit, Gehalt, Studium & Voraussetzung

Riesige Brücken, komplexe Kreuzungen, imposante Wasserdämme und moderne Mehrfamilienhäuser – für all das sind Bauingenieure zuständig. Sie überprüfen die Entwürfe der Architekten auf Wirtschaftlichkeit und Funktionalität und planen und überwachen den Bauprozess. Auch im Bereich Instandhaltung sind sie tätig. Doch wie wird man eigentlich Bauingenieur? Wie viel kostet das Studium und was sind die Voraussetzungen? Wie viel verdient ein Bauingenieur? Und was sind die Karrierechancen? Das und mehr erfährst Du hier.

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Bauingenieur: Tätigkeiten & Aufgaben

Die Aufgaben des Bauingenieurs sind vielfältig. Es werden Bauentwürfe skizziert und überprüft, Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorbereitet und durchgeführt und Abläufe koordiniert. Je nach Position und Bauprojekt bist Du als Bauingenieur auch für den Überblick über Finanzen und Mitarbeiter zuständig.

Hier sind alle Tätigkeiten zusammengefasst:

  • Bauentwürfe skizzieren und überprüfen
  • Stetige Kommunikation mit Architekt, Bauzeichner und Bauherr
  • Koordination von Baumaterial, -maschinen und Personal
  • Bauabläufe ausarbeiten
  • Baumaßnahmen koordinieren
  • Kosten und Rechnungen kontrollieren
  • Instandhaltung und Sanierung

Die täglichen Aufgaben des Bauingenieurs lassen sich in vier Felder unterteilen.

Entwicklung & Prüfung von Entwürfen

Als Bauingenieur stehst Du stets in engem Kontakt mit Architekten und Bauzeichnern. Du überprüfst ihre Entwürfe auf Durchführbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Stimmen die Ansichten hier nicht überein, kann es schnell zu Konflikten kommen. Deshalb ist in diesem Bereich sehr gute Kommunikation ein Muss. Außerdem überprüfst Du Bauentwürfe nicht nur, sondern entwirfst auch Deine Eigenen.

Bauvorbereitung und Bauleitung

Die Entwürfe sind gesichtet und alle wichtigen Dokumente eingereicht? Dann kann es mit dem Bau losgehen. Du bist verantwortlich dafür, dass das Baumaterial in richtiger Menge auf der Baustelle ist. Auch für die Anschaffung und Sicherung der benötigten Baumaschinen bist Du zuständig.

Übernahme der Projektleitung

Du koordinierst die Baumaßnahmen, bist für die Ausarbeitung der Abläufe zuständig, damit alles reibungslos verläuft und hast dabei die Vorgaben der Baugenehmigung auf dem Radar. Auch für die Finanzen bist Du zuständig und kontrollierst die Kosten und Rechnungen bezüglich Material und Maschinen. Neben der Einhaltung von Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen, bist Du auch für die Verhandlungen mit dem Bauherrn zuständig.

Erhalt und Sanierung von Bauwerken

Bauingenieure erschaffen nicht nur Gebäude, sondern sind auch für die Instandhaltung zuständig. Durch einfache vorbeugende Maßnahmen und Sanierungen können einfache bauliche Mängel schnell ausgebügelt werden:

Gehalt und Arbeitgeber

Als Berufseinsteiger wird dein Verdienst am Anfang stark schwanken. Das ist zurückzuführen auf den Standort, die Größe des Unternehmens, praktische Erfahrung und das Bundesland, in dem Du arbeitest. Prinzipiell gilt:

In den neuen Bundesländern verdienen Bauingenieure durchschnittlich weniger, als in den älteren Bundesländern

Steigst Du mit einem Bachelor Abschluss in das Berufsleben ein, kannst Du mit einem Gehalt von 2.500 Euro bis 3.200 Euro monatlich rechnen. Hast Du Deinen Master Abschluss in der Tasche, erhältst Du auch einen etwas höheren Verdienst.

Mit steigender Arbeitserfahrung steigt auch Dein Gehalt. So kannst Du nach drei bis fünf Jahren Arbeitserfahrung mit einem Monatsgehalt von 3.500 Euro brutto rechnen. Nach 10 Jahren erhältst Du durchschnittlich 4.600 Euro. Außerdem: Je höher deine Position im Unternehmen, um so höher die Bezahlung.

Zusammengefasst:

  • Berufseinsteiger: 2.500 – 3.200 Euro pro Monat
  • nach fünf Jahren: 3.500 Euro pro Monat
  • nach zehn Jahren: 4.600 Euro pro Monat

Bruttoverdienst im Baugewerbe in Deutschland – Statistik

Im Bauwesen ist der Beruf des Bauingenieurs einer der bestbezahlten Berufe und hängt damit auch schon fast den Architekten ab. Die Statistik zeigt den Bruttoverdienst im Baugewerbe in Deutschland nach Bereichen dar – gemessen am monatlichen Verdienst. Hier sind Ingenieur- und Architektenbüros die Spitzenreiter und hängen das Bauhaupt- und Baugewerbe ab.

  1. Ingenieur- und Architektenbüros: 3.637 Euro / Monat
  2. Bauhauptgewerbe: 2.747 Euro / Monat
  3. Baugewerbe: 2.583 Euro / Monat

Statistik: Bruttoverdienst* im Baugewerbe in Deutschland nach Bereichen im Jahr 2013 (in Euro pro Monat) | Statista

Arbeitgeber: Ingenieurbüro,  Behörde oder freiberuflich

Bauingenieure können je nach Spezialisierung bei den unterschiedlichsten Arbeitgebern zu finden sein. Wer nicht als Angestellter in einem der vielen Ingenieurbüros arbeiten will, kann sich auch selbstständig machen und so freiberuflich arbeiten. Auch in Architektenbüros und bei Behörden, können sich Bauingenieure bewerben.

Die meisten Anstellungen finden Bauingenieure hier:

  • Bau- und Konstruktionsbüros
  • Spezialisierte Architekturbüros
  • Bei Behörden

Karrierechancen: Vom Teamleiter zum Baustadtrat

Die beruflichen Perspektiven für Bauingenieure sind von der örtlichen Baukonjunktur beeinflusst. Je beschäftigter das Baugewerbe ist, um so mehr Arbeit haben auch Bauingenieure. Aktuell stehen knapp 3.000 Universitätsabsolventen aus dem Fach Bauingenieurwesen 4.500 offene Stellen gegenüber. Die zeigt: Die Berufsaussichten stehen gut,

Eine gute Baukonjunktur bedeutet auch einen guten Arbeitsmarkt

Wenn Du nicht freiberuflich arbeiten willst, kannst Du für die unterschiedlichsten Arbeitgeber tätig sein. Hier kannst Du mit viel Fleiß die Karriereleiter hochklettern. So kannst Du vom Team- oder Projektleider bis zum Bauleiter aufsteigen. Auch spätere Führungspositionen als Geschäftsführer oder Vorstand des Unternehmens sind durchaus möglich. Im öffentlichen Dienst kannst Du ebenfalls auf sehr gute Karrierechancen blicken. Amtsleiter, Baustadtrat oder Baubürgermeister sind weitere berufliche Meilensteine, auf die Du Dich freuen kannst.

Hier sind nochmal alle Karrierechancen im Überblick:

  • Teamleiter
  • Projektleiter
  • Bauleiter
  • Geschäftsführer
  • Vorstand
  • Amtsleiter
  • Baustadtrat
  • Baubürgermeister

Außerdem: Viele Bauingenieure sind auch als Immobilieninvestoren tätig. Durch das wichtige Know-How und die Arbeitserfahrung kennen sie sich nicht nur mit dem Bau und der Bewertung der Immobilie aus, sondern auch mit dem bundesweiten Immobilienmarkt. Als Bauingenieur kannst auch Du Dich später dazu entscheiden in Immobilien zu investieren und Dein Einkommen somit für die Zukunft zu sichern.

Ob dein erstes Investitionsprojekt eine Mansardenwohnung in Berlin Mitte ist oder direkt eine Stadtvilla am Rande der Else ist hier Dir überlassen:

Offene Ingenieurstellen in Deutschland – Vergleich

Der Ingenieurberuf ist einer der anerkanntesten und bestbezahlten Berufe weltweit. Besonders in Deutschland ausgebildete Ingenieure sind sehr gefragt. Der Beruf ist nicht nur vielfältig, sondern besitzt auch gute Zukunftsperspektiven. Aufgrund der sehr guten Entwicklung im deutschen Baubereich, sind hier immer mehr Bauingenieure gefragt.

Wie gefragt Ingenieure im Baubereich sind, zeigt Dir die folgende Statistik:

  • Bau, Vermessung und Architekten: 30.210
  • Maschinen- und Fahrzeugtechnik: 17.060
  • Energie- und Elektrotechnik: 16.320
  • Forschung und Produktionssanierung: 12.640

Infografik: Bau sucht Ingenieur | Statista

Spezialisierungen: Hochbau, Tiefbau & Infrastruktur

Wie Du bereits gesehen hast: Der Beruf des Bauingenieurs ist breit gefächert. Von der Überprüfung der Entwürfe bis zum Fertigstellen und der Instandhaltung des Bauprojekts, bist Du bei jedem Schritt dabei. Deshalb spezialisieren sich angehende Bauingenieure im Laufe ihrer Karriere oder teilweise auch schon während des Studiums auf ein Gebiet. Unterschieden wird hier zwischen dem Verkehrswesen, Baubetrieb, konstruktiven Ingenieurbau und Wasserbau.

Verkehrswesen

Wenn Du Dich für eine Spezialisierung im Bereich Verkehrswesen entscheidest, planst, baust und entwirfst Du Bahnstrecken, Autobahnen, Straßen und Lichtanlagen. Hierbei stehen für Dich vor allem die Funktionalität und Verkehrssicherheit im Vordergrund. Neben der Wirtschaftlichkeit, behältst Du außerdem die Umweltfreundlichkeit bereits entwickelter Konzepte und Bauvorhaben im Blick. Auch das Schonen der Ressourcen ist von oberster Priorität und wird bei der Gestaltung berücksichtigt.

Bei dem Entwurf und der Planung steht hier also immer Folgendes im Vordergrund:

  • Funktionalität
  • Verkehrssicherheit
  • Wirtschaftlichkeit
  • Umweltfreundlichkeit

Baubetrieb

Die Spezialisierung im Bereich Baubetrieb bereitet Doch auf Deine Arbeit im Management vor. Hier koordinierst Du Termine und Personal, achtest darauf, dass Vorschriften eingehalten werden und triffst oft spontane Entscheidungen im Büro. Du leitest Dein Team nicht nur bei der Konzeption und beim Bau des Gebäudes, sondern bist auch nach dessen Fertigstellung im Bereich Facility Management zuständig, damit das neue Gebäude ökonomisch und ökologisch sinnvoll bewirtschaftet wird.

Als Bauingenieur im Bereich Baubetrieb bist Du also für Folgendes zuständig:

  • Koordination von Terminen und Personal
  • Einhaltung von Vorschriften
  • Teamleitung
  • Management des Bauvorhabens
  • Facility Management

Konstruktiver Ingenieurbau

Beim konstruktiven Ingenieurbau dreht sich alles um Statik und Konstruktion im Bereich Hochbau. Hier konzipierst Du Brücken, Türme, Häuser, Masten und Kirchen und sorgst dafür, dass ihre Materialbeschaffenheit jeglichen äußeren Einflüssen trotzt. Deshalb bist Du neben der Tragwerksplanung auch für die Bauausführung verantwortlich.

Mit folgenden Bauprojekte setzt Du Dich als Bauingenieur im konstruktiven Ingenieurbau auseinander:

  • Brücken
  • Häuser
  • Türme
  • Masten
  • Kirchen

Wasserbau

Hast Du Dich auf den Bereich Wasserbau spezialisiert, bist Du für Bauwerke des Wasserbaus und der Wasserversorgung zuständig. Hierzu gehören Staudämme, Kläranlagen, Wehre, Kanäle und Schleusen. Viele Deiner Bau- und Instandhaltungsprojekte sind hier im Tiefbau.

Arbeitest Du also im Bereich Wasserbau, bist Du für diese Bauprojekte verantwortlich:

  • Staudämme
  • Kläranlagen
  • Wehre
  • Kanäle
  • Schleusen

Auch Gebäude des Hochwasserschutzes betreust und konzipierst Du. Im Vordergrund steht hier immer der Aspekt der Instandhaltung, da diese Bauten und Anlagen oft eine hohe Lebensdauer aufweisen und meistens bereits sehr alt sind:

Voraussetzungen: Soft Skills und Hard Skills

Als Bauingenieur solltest Du gewisse Vorraussetzungen mitbringen. Dazu gehören ein starkes Interesse für naturwissenschaftliche Themen, wie Chemie, Biologie und Physik. Da für Dich in Deinem Beruf Technik eine wichtige Rolle spielt, solltest Du außerdem technikaffin sein, mathematische Fachkenntnisse besitzen und ein gewisses analytisches Denken mitbringen.

Im Berufsleben wirst Du viel im Team arbeiten, und stets in engem Kontakt zu Architekten, Bauzeichnern und Bauherren stehen. Daher solltest Du nicht nur kreativ sein, sondern auch teamorientiert und kommunikationsfähig.

Hier sind nochmal alle Voraussetzungen auf einen Blick:

  • Interesse für Chemie, Biologie & Physik
  • Technikaffin
  • Mathematische Fachkenntnisse
  • Analytisches Denken
  • Kreativität
  • sehr gute Kommunikationsfähigkeit
  • Führungsqualitäten

Um den Beruf des Bauingenieurs überhaupt ausüben zu können, musst Du außerdem ein abgeschlossenes Studium vorweisen. Die formalen Zugangsvoraussetzungen sind hier ein Numerus Clausus, ein absolviertes Praktikum, eventuelle Aufnahmetests und die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife.

Berufsbild Bauingenieur: Wichtigste Fragen beantwortet

Bevor wir auf die Ausbildung und das Studium zum Bauingenieur eingehen, sind hier nochmal alle Fragen zum Berufsbild des Bauingenieurs beantwortet.

Was macht ein Bauingenieur?

Ein Bauingenieur konzipiert und überprüft Baupläne, organisiert das Bauvorhaben, verwaltet die Finanzen und ist auch für Instandhaltung zuständig.

Was muss ich als Bauingenieur können?

Als Bauingenieur solltest Du technikaffin sein, ein starkes Interesse für Mathematik und die Naturwissenschaften haben und analytisches Denken mitbringen. Auch gute Kommunikationsfähigkeit und Führungsqualitäten sind hier von Vorteil.

Wie viel verdient ein Bauingenieur?

Berufseinsteiger verdienen zwischen 2.500 Euro bis 3.200 Euro monatlich. Erfahrene Ingenieure mit zehn Jahren Berufserfahrung können je nach Arbeitsort und Arbeitgeber auch bis zu 4.600 Euro monatlich verdienen.

Was ist der Unterschied zwischen Architekt und Bauingenieur?

Architekten und Bauingenieure arbeiten eng miteinander. Während Architekten vor allem für den ästhetischen Aspekt des Baus zuständig sind, setzen die Bauingenieure diese Pläne in die Tat um und prüfen dabei das Bauvorhaben auf Wirtschaftlichkeit und Funktionalität.

Was hat der Bauingenieur für eine Zukunft?

Der Bauingenieur gilt als krisensicherer und stets gefragter Beruf. Schließlich kannst aufgrund Deiner Qualifikation nicht nur international arbeiten, sondern wirst auch für die unterschiedlichsten Bereiche ausgebildet.

Wo arbeitet ein Bauingenieur?

Bauingenieure arbeiten in Bau-, Konstruktions- und Architektenbüros. Auch bei Behörden können Bauingenieure arbeiten.

Bauingenieur werden: mit oder ohne Studium?

Wie wird man eigentlich Bauingenieur? Wo lernt man das und wie hoch sind die Kosten für das Studium? All das erfährst Du hier.

Um Bauingenieur zu werden, musst Du nämlich an einer Hochschule deiner Wahl studieren gehen. Während des Studium erlernst Du wichtiges Fachwissen über die Planung und Konstruktion verschiedener Bauprojekte – von Hochbau bis Tiefbau. Die Regelstudienzeit für einen Bachelor of Engineering beträgt sechs Semester. Entscheidest Du Dich für einen Auslandsaufenthalt oder Praktika neben oder während Deines Studiums, kann es auch vorkommen, dass Du diese Regelstudienzeit überschreitest.

Regelstudienzeit für einen Bachelor of Engineering: 6 Semester

Wenn Du schon direkt in die Arbeitswelt einsteigen möchtest, kannst Du auch ein duales Studium absolvieren. Mehr dazu, erfährst Du gleich nach den Lerninhalten. Die Grundlagen, die Du für eine erfolgreiche Karriere und für einen Abschluss brauchst, sind nämlich alle gleich.

Hochschulstudium: Wichtigste Fächer und Lerninhalte

Während deines Studiums lernst Du den Beruf des Bauingenieurs von der Pike auf. Es wird also vor allem Anfang mit naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen angefangen. Auch Mathematik steht von Anfang an auf deinem Stundenplan. Als Bauingenieur steht das Thema Immobilien und Bauen natürlich immer im Fokus, weshalb Du auch Kurse, wie Vermessungskunde und Statik haben wirst.

Hier sind einmal alle Grundlagenfächer im Überblick:

  • Bauinformatik
  • Baumechanik
  • Statik
  • Baukonstruktion
  • Bauphysik
  • Bauchemie
  • Vermessungskunde

Nachdem Du die Grundlagen erworben hast, geht es für Dich nun darum Dich auf einen Fachbereich zu spezialisieren. Du kannst Dich hier für eine Vielzahl an Vertiefungen entscheiden. Während es bei Projektmanagement vor allem um das Planen und Betreuen eines Bauprojektes geht, steht bei den Vertiefungen Dammbau, Hochbau und Tiefbau die jeweilige Bauart im Vordergrund.

Zu den populärsten Spezialisierungen gehören:

  • Projektmanagement
  • Sanierung
  • Dammbau
  • Hochbau
  • Tiefbau
  • Ökologischer und nachhaltiger Bau
  • Küsteningenieurwesen

Je nach Hochschule und gewählte Vertiefung, geben Dir die unterschiedlichsten Fächer Einblick in Deinen späteren Beruf als Bauingenieur. So lernst Du, was beim Stahl-, Straßen- und Eisenbahnbau wichtig ist und lernst die Grundlagen für Umwelt- und Geotechnik. Klingt abwechslungsreich? Genauso abwechslungsreich wie Dein Stundenplan, ist nämlich auch der Beruf selbst.

In den folgenden Fächer erwirbst Du also weitere wichtige Grundlagen für den Beruf des Bauingenieurs:

  • Tragwerkslehre
  • Wasserwirtschaft
  • Verkehrswesen
  • Umwelttechnik
  • Stahlbau
  • Eisenbahnbau
  • Geotechnik
  • Straßenbau

Im Laufe Deines Studiums wirst Du außerdem an einigen Projekten arbeiten müssen. Vor allem in den höheren Semestern und kurz vor Deinem Abschluss ist das der Fall. Hierfür kannst Du zum Beispiel einen Bauplan anfertigen oder ein Konstruktionsmodell

Universität oder Fachhochschule?

Das Studienfach Bauingenieurwesen erfreut sich bundesweit großer Beliebtheit und wird an einer Vielzahl an Standorten angeboten. Du kannst sowohl an einer Universität, als auch an einer Fachhochschule studieren. Auch an technischen Universitäten lassen sich oft ingenieurwissenschaftliche Studiengänge finden.

Studiengebühren: So viel kostet das Studium

Ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen unterscheidet sich von den Kosten her kaum von anderen Studiengängen. An staatlichen Universitäten kannst Du mit den üblichen Studiengebühren zwischen 300 und 500 Euro pro Semester rechnen. Ein Studium an einer privaten Universität kostet zwischen 3.000 und 5.000 Euro pro Semester. Auch die Option des Fernstudiums bleibt Dir offen. Hier bezahlst Du je nachdem zwischen 1.000 und 6.000 Euro pro Semester.

Hier sind nochmal alle Kosten im Überblick:

  • Staatliche Universität: 300 – 500 Euro pro Semester
  • Private Universität: 3.000 – 5.000 Euro pro Semester
  • Fernuniversität: 1.000 – 6.000 Euro pro Semester

Duales Studium: Theorie und Praxis

Neben einem Vollzeitstudium für den Erwerb des Bachelor of Engineering an einer Hochschule oder Universität, kannst Du Dich auch für ein duales Studium entscheiden. Die Optionen hängen hier ganz von Deinen persönlichen Präferenzen und Talenten ab. So kannst Du hier die Bauplanung und -leitung übernehmen und Kalkulationen erstellen und Bauwerke entwerfen. Interessierst Du Dich eher für Verkehrsnetze, Infrastruktur und Stadtplanung, hilft Du beim Konzipieren von Städten, U- und S-Bahnen.

Beim dualen Studium wird nach Theorie- und Praxisphasen unterschieden. Außerdem musst Du Dich vorab zwischen zwei Modellen entscheiden: Dem ausbildungsintegrierten oder dem praxisintegrierten Modell.

Ausbildungsorientiertes duales Studium vs. praxisintegriertes duales Studium

Aufbau, Dauer und Schwerpunkt

Egal für welches Modell Du Dich entscheidest, die Abläufe der Theorie- und Praxisphasen verlaufen immer gleich und richten sich nach den Vorlesungszeiten der Hochschule. Meistens sammelst Du die Praxiserfahrung während der vorlesungsfreien Zeit.

Für das duale Studium brauchst Du in der Regel zwischen drei und viereinhalb Jahre.

Bei einem ausbildungsintegrierten dualen Studium ist es üblich, dass Du Dich in den ersten Semestern auf die betriebliche Ausbildung konzentrierst. Je nach Standort kann das auch in Kombination mit einer Berufsschule geschehen. Dein Hochschulstudium fängst Du hier dann erst im zweiten Jahr an. Die Kerninhalte Deiner Studiums sind hier die Konstruktion und Darstellung von Bauten unterschiedlichster Art. Auch Baumechanik und Vermessung stehen auf dem Stundenplan.

Wie beim regulären Studium auch entscheidest Du Dich im Laufe deines dualen Studiums für einen Schwerpunkt. Dieser richtet sich in der Regel nach dem Tätigkeitsfeld des Betriebs.

Abschluss: Bachelor oder Diplom?

Ob duales Studium oder reguläres Vollzeit Studium – nach bestandener Abschlussprüfung kannst Du mit einem Bachelor of Engineering, einem Bachelor of Science oder einem Diplom in der Tasche voll ins Berufsleben einsteigen.

  • Bachelor of Engineering
  • Bachelor of Science
  • Diplom-Ingenieur

Der einzige große Unterschied zwischen dem dualen Studium und dem regulären Studium: Zusätzlich zum Hochschulabschluss, erhältst Du außerdem den dazugehörigen Ausbildungsabschluss. Vorausgesetzt Du entscheidest Dich für das ausbildungsintegrierte duale Studium. Beim praxisintegrierten dualen Studium sammelst Du Deine praktische Erfahrung nicht stetig innerhalb des Betriebs, sondern nur in den Semesterferien. Deshalb bekommt Du hier keinen extra Ausbildungsabschluss.

Beim ausbildungsintegrierten dualen Studium, erhältst Du sowohl den Bachelor Abschluss, als auch den Ausbildungsabschluss.

Egal für welchen Weg Du Dich entscheidest: Deine Kurse sind anspruchsvoll und abwechslungsreich. Stell‘ Dich vor allem bei Deinen Praxisprojekten auf viel Gruppenarbeit und Team Work ein:

Weiterbildung mit Master Abschluss

Nach Deinem Bachelor Abschluss steht es Dir offen einen konsekutiven Master Abschluss oben drauf zu setzen. Mit einem Master of Engineering kannst Du Dich in zwei bis fünf Semestern auf ein Spezialgebiet deiner Wahl im Bereich Bau und Bauwesen fokussieren.

Hast Du stattdessen einen Bachelor of Science gemacht, kannst Du dann Deinen Master of Science obendrauf setzen.

  • Master of Engineering
  • Master of Science

Wenn Du Dich für weitere Berufe innerhalb der Immobilienbranche interessierst, kannst Du auch private Fortbildungen und Onlinekurse machen – etwa zum Immobilieninvestor. Dies ist auch möglich, wenn Du Vollzeit arbeitest.

Wie wird man Bauingenieur? Fragen und Antworten

Jetzt weißt Du nicht nur, was zu den Tätigkeiten eines Bauingenieurs gehört, sondern auch, wie Du einer werden kannst. Hier sind für Dich nochmal alle wichtigen Fragen zum Thema Studium und Ausbildung beantwortet.

Wie werde ich Bauingenieur?

Um Bauingenieur zu werden musst Du ein Studium absolvieren und den Bachelor Engineering oder Bachelor of Science machen. Du kannst Dich für ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule entscheiden. Auch die Optionen des dualen Studiums und des Fernstudiums stehen Dir offen.

Wie lange muss man studieren, um Bauingenieur zu werden?

Die Regelstudienzeit beträgt zwischen 6 und 7 Semestern.

Wo kann man am Besten Bauingenieurwesen studieren?

Hier liegen die Universitäten in München, Berlin, Aachen und Stuttgart ganz vorne.

Was muss ich können, um Bauingenieurwesen zu studieren?

Neben der Hochschulreife, einem Praktikum und einem NC, solltest Du außerdem ein Interesse für Mathematik, Technik und die naturwissenschaftlichen Fächer, wie Chemie und Physik mitbringen.

Was lerne ich während des Studiums zum Bauingenieur?

Zu den Grundlagen gehören Bauinformatik und -Konstruktion, Statik, Vermessungskunde und Bauphysik. Je nach Vertiefung belegst Du außerdem Kurse, wie Stahl- und Eisenbahnbau, Umwelttechnik, Wasserwirtschaft und Tragwerkslehre.

Wie viel kostet das Studium zum Bauingenieur?

An den öffentlichen Universitäten bezahlst Du die regulären Studiengebühren zwischen 1oo und 300 Euro pro Semester. An den privaten und Fernunis kann es bis zu 6.000 Euro kosten.

Bauingenieur werden: Fazit

Bauingenieur ist ein anspruchsvoller und wichtiger Beruf mit sehr guten Karrierechancen und einem hohen Verdienst. Du arbeitest eng mit Spezialisten aus unterschiedlichen Industrien zusammen, um Bauprojekte in die Tat umzusetzen und später auch in instand zu halten. Genauso vielfältig, wie der Beruf ist auch der Stundenplan während des Studiums. Neben einem regulären Studium kannst Du Dich hier auch für ein duales Studium entscheiden. Bauingenieure sind sehr gefragt und können auch in Zukunft von sehr guten beruflichen Perspektiven ausgehen – im In- und Ausland.

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